Auf Grund der aktuellen Corona-Situation führte der Krankenpflegeverein und Mobile Hilfsdienst Nenzing die Jahreshauptversammlung vergangene Woche in „abgespeckter“ Form durch. Obmann Frank Stecher konnte dennoch von einem sehr aktiven Vereinsleben berichten: „Trotz schwieriger Verhältnisse konnte auch in der Corona-Hochphase das System aufrecht erhalten werden und das Pflegeteam Menschen im Ort, die pflegerische Hilfe brauchen, entsprechend unterstützen.“ Insgesamt zählt der Verein momentan 963 Mitglieder – der Krankenpflegeverein funktioniert dabei nach dem Solidaritäts-Prinzip: Möglichst viele Dorfbewohner zahlen den Mitgliedsbeitrag, dadurch ist die Pflege älterer und pflegebedürftiger Menschen gesichert. „Der KPV ist wichtig und unverzichtbar für ein soziales Netz in der Gemeinde“, betonte auch Bürgermeister Florian Kasseroler.

Obmann Frank Stecher nutzte auch die Gelegenheit, sich bei den „Badaila Kicker“ für ihr sensationelles Engagement zu bedanken. „Beim letzten Nikolo-Basar konnten 8.341,92 Euro erwirtschaftet werden, die wiederum dem Krankenpflegeverein gespendet wurden. Ich bin immer wieder überwältigt über dieses Engagement eines Vereines.“ Pflegeleiterin Claudia Tiefenthaler berichtete von 198 Patientinnen und Patienten, die im vergangenen Jahr begleitet wurden, täglich werden zwischen 30 und 40 Hausbesuche durchgeführt. Neu ins Pflegeteam hinzu gekommen ist Elke Kessler. MoHi-Einsatzleiterin Brigitte Latzer konnte ebenfalls mit Zahlen aufwarten: Die 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mobilien Hilfsdienstes betreuten insgesamt 78 Nenzinger und leisteten dabei knapp 7.000 Einsatzstunden. Apropos Zahlen: In ihrer Funktion als Kassierin präsentierte Brigitte Latzer einen Kassabericht mit Einnahmen von knapp 338.000 Euro, denen Ausgaben in Höhe von knapp 337.000 Euro gegenüberstehen. Neu in den Vorstand aufgenommen wurde Renate Greußing als Schriftführerin, Elke Kager wurde als Beirätin gewählt und Markus Greußing als erfahrener Kassaprüfer bestätigt. Der Landesobmann der Hauskrankenpflege Vorarlberg, Wolfgang Rothmund, ging in seinen Grußworten ebenfalls auf das Thema „Corona“ ein: Gemeinsam mit dem Land müsse einerseits die Hauskrankenpflege in der Palliativbegleitung gestärkt werden, gleichzeitig seien die Corona-Erfahrungen auch ein Grund, die Pflegemodelle im Land zu überdenken.

jhv

Bgm. Florian Kasseroler, Angela Jäger (Hauskrankenpflege Vorarlberg), Obmann Frank Stecher und Wolfgang Rothmund (Hauskrankenpflege Vorarlberg).